Unsere Geschichte...

 

Narretei gab es in Öhningen schon vor den Piraten. 1911 zum Beispiel berichtet die Chronik von einem Narrenumzug mit damals schon 23 Umzugsgruppen in Öhningen.

Aber erst am 21.11.1959 wurde die Narrenzunft " Piraten vom Untersee" im Adlersaal in Öhningen gegründet.

Die Idee und die Namensgebung der Zunft bezieht sich auf ein überliefertes Geschehen, welches etwa 550 Jahre zurück liegt.
Auf einer der höchsten Erhebungen der Höri hauste damals der gefürchtetste Raubritter und Seeräuber seiner Zeit, "Werner von Schienen" mit seiner Bande. Ihr Unterschlupf war die Schrotzburg, deren Ruinen noch heute zu sehen sind.
Im Jahre 1440 gelang den Räubern ein großer Piratenstreich. Im Schilf des Untersees lauerten sie einem von Stein am Rhein kommenden Verband von Schiffen auf. Die reichhaltige Beute wurde auf die Schrotzburg gebracht. Nach diesen dreisten Raubzug  beschlossen die freien Reichsstädte der Umgebung dem Unwesen der Piraterie am dem Untersee endgültig den Garaus zu machen. Mit einer großen Heerschar wurde die Schrotzburg angegriffen, gestürmt und dem Erdboden gleichgemacht. 

Die Piratenzunft kümmerte sich fortan mit  frischem Wind in den Segeln um das närrische Treiben im Narrendorf Öhningen. Außer sich nur mit fetter Beute zufrieden zu geben, organisierten sie auch Fasnachtsumzüge und "Bunte Abende", in denen das Dorfleben und das Weltgeschehen auf die Schippe genommen wurde. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt.



Mit Ihrem schrecklichen Utensilien wie dem Narrenfass später der Ritterburg und danach dem Piratenschiff "Galgenvogel" waren und sind die Piraten stets gern gesehene Bereicherungen von  Narrenumzügen der Narrenvereinigung "Hegau - Bodensee", sowie Umzügen in ganz Baden - Württemberg. Bei vielen Besuchern bleibt jedoch der Galgen am Piratenschiff in schrecklicher Erinnerung, wenn Sie von den Piraten entführt werden und in schwindelerregender Höhe über die Narrenschar schweben.

Um die "Bunten Abende" und die Fasnachtveranstaltungen nicht bei Windstärke 7 und stürmischer
See im Freien verbringen zu müssen, schauten sich die Piraten nach einer neuen Behausung um. Nach einer heißen Schlacht mit dem Bürgermeister konnten die Kellergewölbe des Rathauses erobert werden. So war der "Hexenkeller" geboren, der mit viel Arbeit und Schweiß in ein gemütliches Narrennest umgebaut wurde.


Am 11.11.1969 bekamen die Piraten Zuwachs durch die Gruppe der "Eselszungen". Sie verkörpern die Figur des "Hänseles" und sind vorwiegend in der Straßenfasnacht aktiv.

Ihr "Hääs" aus zungenförmig geschnittenen "Filzblätzle", ist farblich bunt gestaltet und entstand in Anlehnung an die altüberlieferten Figuren des Hänseles der alemannischen Fasnacht. 

Dieser Name "Eselszunge" wurde gewählt, weil man den Öhningern seit je her nachsagt, sie wären Esel. Seit dem Jahr 2003 haben die Eselszungen nicht nur eine Haube aus Blätzle oder Eselköpfe aus Pappmaché, sondern auch Holzmasken.

 


Ezt kunnt de Narrebom!
Ezt kunnt de Narrebom!

Erreichbarkeit Hexenkeller:

 

Klosterplatz

78337 Öhningen

(unterm Rathaus)

 

Tel.: 07735/819-60